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26.12.2017 0 Comments

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In seinen Augen fügt sich die deutsche Gegenwart nahtlos an die schreckliche Vergangenheit. Er betont, dass er damit nicht das deutsche Volk meine, sondern die herrschenden Schichten.

Deutschland ist für ihn auch heute wieder der Aggressor, das Verhältnis zu Griechenland gleicht dem Verhältnis zwischen dem Tyrannen und seinem Sklaven.

Er habe einen Text von Joseph Goebbels im Kopf. Der Reichspropagandaminister denkt darin über eine europäische Zukunft unter deutscher Führung nach.

Bislang waren es vor allem die Deutschen, die unermüdlich auf die Nazi-Vergangenheit zurückblickten. Seit Kurzem machen das auch andere Völker in Europa.

Wird gegen die Europolitik demonstriert, taucht garantiert ein Nazi-Symbol auf. Das klingt absurd, weil die Bundesrepublik eine geglückte Demokratie ist, ohne einen Hauch von Nationalsozialismus, und Merkel ist da ohnehin über jeden Zweifel erhaben.

Über das Wort Reich könnte man jedoch nachdenken. Es meint mehr als einen Nationalstaat, es meint ein Herrschaftsgebiet mit einer Zentrale, die über viele Völker gebietet.

Wäre es nach dieser Definition falsch, von einem deutschen Reich auf dem Gebiet der Ökonomie zu sprechen? Der griechische Premier Alexis Tsipras wird jedenfalls nicht den Eindruck haben, dass er frei über die Politik seines Landes bestimmen könne.

Am Montag spricht er bei der Bundeskanzlerin vor, ein Termin, bei dem die nationalsozialistische Geschichte Deutschlands ein Thema sein wird.

Die Griechen verlangen Reparationen für das, was Deutsche ihnen im Zweiten Weltkrieg angetan haben siehe Seiten 28, Dabei geht es natürlich auch stark um die Verzweiflung einer Regierung, die bislang dilettantisch gehandelt hat.

Aber es wäre ein Fehler, die Geschichte für abgeschlossen zu halten. Sie legt sich immer wieder über die Gegenwart. Deutschland als egoistische wirtschaftliche Besatzungsmacht, flankiert von kleineren nordeuropäischen Ländern mit ähnlichem Profil.

Der Vorwurf kommt aus Ländern, in denen seit Jahren Massenarbeitslosigkeit herrscht, er wird voller Wut vorgebracht, und deswegen kehren mit ihm auch die Schreckgespenster der deutschen Geschichte wieder.

Es ist kein Wunder, dass derjenige, der sich heute gedemütigt fühlt, Rechnungen aus der Vergangenheit präsentiert.

Die historische deutsche Schuld wird von den Opfern der Eurokrise gegen Deutschland und Angela Merkel eingesetzt als Waffe der Ohnmächtigen, sie wird benutzt, um Lärm zu schlagen und gehört zu werden.

Zwar gelten die Deutschen nach Umfragen im Ausland als meistrespektiertes Volk der Welt, doch wenn deutsche Politik unangenehm wird, ist man schnell bei den Nazis.

Der Vorwurf gegen die Bundesregierung hat eine merkwürdige Dialektik: Deutschland dominiere, aber Deutschland führe nicht. Es sei ein Hegemon, aber ein schwacher.

Auch das führt zurück in die Geschichte. Das könnte nun wieder gelten. Er ist seit mehr als einem halben Jahrhundert Journalist, 71 Jahre alt, hat beim Corriere della Sera sowie anderen Blättern Karriere gemacht.

Im vergangenen Jahr hat er ein bemerkenswertes Buch veröffentlicht, zusammen mit einem weiteren renommierten Journalisten, Gennaro Sangiuliano, Vizechef der Nachrichtenredaktion bei Rai 1, der italienischen Version der Tagesschau.

Es sind nicht nur verzweifelte, radikalisierte Demonstranten, die Vergleiche zur Vergangenheit ziehen. Das Geld solle den Deutschen Herrschaftsgebiete sichern.

Klingt wie eine Waffengattung der Wehrmacht. Merkiavelli, die Kanzlerin, in ihrem protzigen, vom Vorvorgänger geplanten Amtssitz, dem Kohlosseum?

Vollendet gerade, woran Hitler gescheitert ist. Das Ganze, sagt Feltri, sei als Pamphlet zu verstehen, als Hinweis auf die Unangemessenheit dieser Einheitswährung, von der nur Deutschland profitiert.

Weite Teile der politischen Klasse in Italien sind ähnlicher Ansicht. In Deutschland wird das Spektrum von Populismus und Nationalismus durch Merkel abgedeckt, schrieb er: In Brüssel wiederum hat in den letzten Jahren nur ein Land die Richtung bestimmt; Deutschland hat sich sogar erlaubt, anderen unannehmbare moralische Lektionen zu erteilen.

In Frankreich klingt es manchmal ähnlich. Der spätere Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg sagte Bismarck vereinigte die deutschen Fürstentümer, um Europa und insbesondere Frankreich zu beherrschen.

Angela Merkel will in frappierend ähnlicher Weise ihre internen Probleme lösen, indem sie die Wirtschaftsund Finanzordnung der deutschen Konservativen dem Rest Europas aufzwingt.

Die alte Expansionspolitik kehre auf dem wirtschaftlichen Terrain wieder. In den vergangenen Jahren hat die Germanophobie vom Front national bis zu den Sozialisten massiv zugenommen, was zum Teil dazu dient, von eigenen Versäumnissen bei Reformen abzulenken.

Dennoch sind dies Stimmungen, die man ernst nehmen sollte. Der linke Intellektuelle Emmanuel Todd warnt davor, dass Deutschland mehr und mehr eine Politik der Stärke und der verdeckten Expansion betreibe.

Europa werde von Deutschland beherrscht, sagt er, das in seiner Geschichte stets zwischen Vernunft und Megalomanie geschwankt habe.

Seit der Wiedervereinigung, sagt Todd, habe Deutschland fast den ganzen ehemaligen sowjetischen Herrschaftsbereich unter seine Kontrolle gebracht, um ihn für seine wirtschaftlichen Zwecke zu nutzen.

Es ist, als ob mein Land die Folgen eines Krieges erlebt, sagt er. Die europäische Sparpolitik habe Griechenland zugrunde gerichtet.

Dabei hätten die Griechen um Kredite nicht gebeten, sie seien ihnen zusammen mit dem Sparprogramm aufgedrückt worden. Jetzt zahlen wir sie mit dem Blut unserer Leute zurück.

Deutschland sei in Europa zu mächtig geworden, sagt er. Es sei zwar der Anführer, was Politik und Wirtschaft angehe. Aber wer ein Anführer sein will, muss sich auch wie einer benehmen.

Xydakis sagt, dass er Miete für sein Büro zahlen müsse, weil das Gebäude an einen Fonds verkauft worden sei, um Athens Schulden begleichen zu können.

Ich fühle mich, als wären wir in Leipzig oder Dresden und es würde Bomben hageln. Der einzige Unterschied sei, dass die Bomben heute im Gewand der Sparpolitik daherkämen.

Es meint die Politik des Sparens, ein Wort, das im Land der schwäbischen Hausfrau positiv konnotiert ist. Und das in den europäischen Krisenländern für eine freudlose Politik der fremdbestimmten Entbehrungen steht.

Deutschland exportiert nicht mehr nur seine Waren, sondern auch seine Regeln. Die Waren allerdings werden ohne Zwang verkauft. Europa liebt Produkte aus Deutschland.

Der Exportüberschuss lag bei mehr als sieben Prozent der Wirtschaftsleistung. Deutschland nimmt im Geschäft mit anderen Ländern mehr Geld ein, als es für deren Waren ausgibt.

Deutsche Banken leihen ausländischen Firmen Geld, damit sie die deutschen Produkte bezahlen können. Seit der Jahrtausendwende hat sich der deutsche Exportüberschuss nahezu vervierfacht, auf rund Milliarden Euro allein gegenüber Frankreich betrug er über 30 Milliarden Euro.

Was ist der Grund? Der deutsche Volkswirt Henrik Enderlein ist kein Dogmatiker, er betrachtet die Welt nicht durch eine nationale Brille.

Dass Deutschland heute den höchsten Exportüberschuss aller Staaten aufweist, hat einen simplen Grund: Nach der Eurogründung hatten wir kaum eine andere Wahl, als wettbewerbsfähiger zu werden, sagt er.

Es ist aber absurd zu glauben, Deutschland habe dies gezielt getan, um anderen Ländern zu schaden. Deutschland hat seine Rolle nicht bewusst angestrebt, sie hat sich durch die Konstruktion der Eurozone so ergeben.

Denn in den Jahren nach der Eurogründung schwankte deren Leitzins zumeist zwischen drei und vier Prozent. Für Deutschland war der Leitzins dagegen zu hoch, den Arbeitnehmern blieb nur der Lohnverzicht, um den Preis der eigenen Produkte niedrig zu halten.

Deutschland exportiert seine Regeln die Südländer klagten: Die anderen fällen keine Entscheidungen gegen sie. Macht ist nicht schlimm, wenn die Mächtigen gut damit umgehen.

Es gibt einen neuen Sound in Deutschland. Er schert sich nicht mehr um die noblen Gepflogenheiten der Diplomatie.

Es ist nicht Flüstern und Säuseln, nicht Andeuten und Nahelegen. Es ist Zetern und Schimpfen. Über die Grenzen hinweg. Und wenn die Verantwort - lichen in diesem Land das Volk belügen, dann ist es nicht verwunderlich, dass das Volk so reagiert.

Auch der fränkische Tonfall machte die Worte nicht weicher. Söder ist Innenpolitiker, und so klingt es dann auch. Wie eine Keilerei zwischen Regierung und Opposition in einem Land.

Auf einmal wird in Europa Deutsch gesprochen. Der Satz habe zu viele Missverständnisse ausgelöst, sagt Kauder heute, er würde ihn nicht wiederholen.

Merkel würde so nicht reden, nicht öffentlich jedenfalls. Ihre Sprache ist vorsichtiger, manchmal auch so verdreht, dass nicht auf Anhieb zu erkennen ist, was sie meint.

Am Dienstag sagte sie vor der Unionsfraktion: Deutschland muss ein Land sein, das nichts unversucht lässt, um Fortschritte zu erzielen.

Fortschritte anderswo meinte sie, in Griechenland. Die Bundeskanzlerin hat ein expansives Projekt, das gleichsam in einem Merkel- Reich münden soll.

Wer mitreden will, braucht viele Einwohner und eine starke Wirtschaft. Aber es muss ein wirtschaftlich starkes, ein wettbewerbsfähiges Europa sein.

Sie entwickelte früh in der Finanzkrise Ideen für sogenanntes Benchmarking. Die europäischen Länder sollten sich in allen Bereichen nach dem Besten richten.

Meist ist das Deutschland. Auf diesem Wege würde ein deutsches Europa entstehen. Die südlichen Länder wollten Wachstum durch mehr Ausgaben finanzieren, in der Hoffnung, dass mittelfristig die Staatseinnahmen steigen.

Deutschland und die nördlichen Staaten setzen auf Sparsamkeit und Strukturreformen, die den Bürgern einiges abverlangen. Die anderen haben es trotzdem gemerkt.

Sie wissen, dass sie in einem Matriarchat leben. Am Anfang der Eurokrise wagten andere Staats- und Regierungschefs noch, offen zu protestieren.

Er habe grundlegende Zweifel an der Methode, schimpfte der damalige polnische Regierungschef Donald Tusk und fragte Merkel bei einem Gipfeltreffen: Warum müssen Sie eine Spaltung demonstrieren?

Ein drei viertel Jahr später hatte sich die Kanzlerin durchgesetzt: Es war einiges passiert mit der deutschen Europapolitik.

Helmut Kohl hätte es unter allen Umständen zu vermeiden versucht, bei wichtigen Verhandlungen isoliert zu sein.

Angela Merkel löste sich aus diesem Schatten. Ich stehe ziemlich allein in der EU. Wir sind in Europa, was die Amerikaner in der Welt sind, die ungeliebte Führungsmacht.

Sie sind doch Deutscher. Ich wurde wahrgenommen als Teil der deutschen Dominanz, sagt er. Es gibt ein Gefühl von deutscher Übermacht, aber wenn Sie nachfragen, kommt nie etwas Konkretes.

Wird im Kanzleramt über die neue Rolle nachgedacht? Ja, zum Beispiel darüber, wie es so weit kommen konnte. Und zweitens sei Deutschland je mächtiger erschienen, desto weiter Frankreich, das traditionelle Partnerland, wirtschaftlich zurückgefallen sei.

Madame Non wird die Bundeskanzlerin manchmal genannt. Wenn bei den Brüsseler Gipfeltreffen einer der anderen Staats- und Regierungschefs zu Ende geredet hat, so wird erzählt, dann wandern die Blicke der anderen oft als Erstes zu ihr, der Deutschen.

Die Nazis nannten ihr Deutschland Drittes Reich, um sich mit der Tradition von zwei anderen deutschen Reichen zu adeln. Es ging unter, nachdem Napoleon viele Gebiete davon unterworfen hatte.

April wird sein Im Kaiserreich bildete sich bald eine gefährliche Stimmung heraus. Eine deutsche Hybris, das Gefühl, allen überlegen zu sein, alles besser zu wissen, besser zu können.

Das mischte sich mit einer Verzagtheit, einer anhaltenden Überforderung. Bismarcks Reich, das von an auch von Wilhelm II. Sie gingen zeitweilig Bündnisse miteinander ein.

Das Kaiserreich konnte Europa nicht alleine beherrschen oder führen. Auch die Deutschen suchten sich daher Partner.

Nach der Niederlage brach das Kaiserreich Ende zu - sammen. Finnland Portugal Infolge der Eurokrise ist der deutsche Anteil wieder gestiegen.

Deutschland hat gegenüber 14 von 18 Euro-Partnerländern einen Exportüberschuss. Auch mit brutalster Kriegsführung und Unterdrückung war er dem Bündnis der Demokratien mit der Sowjetunion nicht gewachsen.

Nach dem Ende des Dritten Reichs schien eine deutsche Dominanz auf dem Kontinent für alle Zeit ausgeschlossen zu sein. Sie dominierten nicht, sondern wurden dominiert.

Die Bundesrepublik entwickelte allerdings bald ein neues Herrschaftsinstrument, kein politisches, sondern ein ökonomisches: Was für uns die Atombombe ist, ist für die Deutschen die D-Mark.

Freudlose Politik der Entbehrungen wieder nach politischer Herrschaft streben könne. So dachte auch die britische Premierministerin Margaret Thatcher, so dachten viele Deutsche, besonders aus dem linken Spektrum, allen voran der Schriftsteller Günter Grass.

Dem schwante ein Rückfall in die alte Hybris, in den deutschen Überlegenheitswahn. Teamchef Franz Beckenbauer schien das zu bestätigen, als er nach dem Sieg der Weltmeisterschaft in Italien sagte: Wir sind jetzt die Nummer eins der Welt, wir sind schon lange die Nummer eins in Europa.

Jetzt kommen die Spieler aus Ostdeutschland noch dazu. Es tut mir leid für den Rest der Welt, aber die deutsche Mannschaft wird über Jahre hinaus nicht zu besiegen sein.

Weil er die europäischen Finanzmärkte harmonisieren und eine Einheitswährung schaffen wollte, fragte die britische Sun, ob er der gefährlichste Mann Europas sei.

Er scheiterte, und die Nationalmannschaft hat ziemlich oft verloren, bis sie tatsächlich die Nummer eins der Welt wurde.

Und das vereinte Deutschland trumpfte politisch zunächst nicht auf, blieb bescheiden. Der Euro war dazu gedacht, die ökonomische Dominanz der Deutschen zu brechen, hat aber das Gegenteil bewirkt.

Über die gemeinsame Währung ist das Schicksal der Teilnehmerländer eng verknüpft, und Deutschland hat nun Macht über andere.

Deshalb steht die deutsche Frage wieder im Raum: Kundnani verknüpft die alte deutsche Frage mit der neuen Debatte um Deutschlands Rolle in der Eurozone.

Die Stärke der deutschen Wirtschaft und die gegenseitige Abhängigkeit der Staaten schaffe in Europa eine wirtschaftliche Instabilität, die vergleichbar sei mit der politischen Instabilität zu Bismarcks Zeiten.

Das Problem, so Kundnani, sei weniger, dass Deutschland in Europa hegemoniale Macht ausübe, sondern dass es sie nur zur Hälfte ausübe es sei auf sich selbst konzentriert, und womöglich sei es für die Rolle, die es spielen müsste, zu klein.

Deutschland ist erneut ein Paradox. Es ist mächtig und schwach zugleich wie im Es will nicht führen und widersetzt sich etwa einer Schuldenvergemeinschaftung, doch zugleich will es Europa nach seinem Vorbild formen, um es,wettbewerbsfähiger zu machen.

So sieht das auch Varoufakis, der sich von Merkel wünscht, dass sie eine Art Marshallplan aufsetzt, wie einst die Vereinigten Staaten, die damit das kriegszerstörte Europa aufpäp - pelten.

Ein echter Hegemon wie die USA, schreibt Kundnani, zeichne sich dadurch aus, dass er einerseits Normen setzt, andererseits aber Anreize für jene schafft, die er beherrscht, damit sie Teil des Systems bleiben.

Dazu muss er kurzfristige Kompromisse eingehen, um seine langfristigen Interessen zu sichern. Zwar hat Deutschland bereits zwei Hilfspakete für Griechenland geschnürt, doch denen reicht das nicht.

Sie wollen die Eurozone grundlegend verändern, mehr gemeinsame Schulden und weniger deutsche Vorschriften. Andere sehen das auch so.

Imperium ist ein anderes Wort für Reich. In dieser ökonomisch dominierten Welt geht es weniger um Herrscher und Beherrschte, es geht um Gläubiger und Schuldner.

Gläubiger haben Macht über die Schuldner. Sie erwarten Dankbarkeit, und sie haben oft genug klare Vorstellungen davon, was der Schuldner tun muss, damit das Geld eines Tages wieder zurückkommt.

Gläubiger sind nicht beliebt. Die Deutschen könnten für die griechischen Schulden einstehen, nicht aber auch für die von Italien und Spanien.

Wie vor dem Ersten Weltkrieg fürchte sich Deutschland wieder davor, von kleineren Ländern eingekreist zu werden dazu gehöre insbesondere die Angst, dass die EZB von den lateinischen Ländern übernommen werden könnte und die Macht auf die Schuldnernationen übergehen könnte.

Deutschland handele nicht wie ein Hegemon, sondern nur wie ein Semi-Hegemon. Ein Abo von taz. Wochenenden taz für 10 Euro taz.

Er beobachte, sagt Kundnani, eine deutsche Selbstwahrnehmung, das eigentliche Opfer der Eurokrise zu sein, die in seltsamem Kontrast zu der Wahrnehmung in den Schuldnerländern stehe.

Daraus entstehe Aggressivität, die sich im neuen Sound der Politik zeigt oder in der Bild - Zeitung entlädt, wenn sie alle Griechen als gierig beschimpft.

Das wurde auch von europäischen Partnern wie Frankreich als Rückschritt gesehen bei den Luftschlägen im Kosovo und später beim Einsatz in Afghanistan hatten sich die Deutschen noch beteiligt.

Aber beides steht miteinander im Zusammenhang: Deutschland will eine wirtschaftliche Macht sein, keine militärische. Sein Nationalismus gründet sich auf Wirtschaftskraft und Exporte, nicht auf den Willen, eine geopolitische Kraft zu werden.

Deutschland, so Kundnani, ist einzigartig in seiner Kombination aus wirtschaftlicher Durchsetzungskraft und militärischer Abstinenz.

Schon deshalb sind die Bezüge zur Nazi-Zeit so daneben. Es geht nicht um Gewalt, um Rassismus. Es geht um Geld.

Und das ist ein himmelweiter Unterschied, auch wenn Geldfragen unangenehm sein können. Um ein Reich geht es allerdings schon, auf dem ökonomischem Feld.

Die Eurozone ist deutsches Herrschaftsgebiet. Berlin regiert hier nicht unangefochten, bestimmt aber über das Schicksal von Millionen Menschen anderer Nationalitäten mit.

Eine solche Macht schafft eine Menge Verantwortung, trotzdem verhalten sich Regierung und Politik manchmal noch wie in einem Kleinstaat.

Und ohne die Bellerei aus Berlin oder München wäre es sicherlich einfacher, etwas zu erreichen. An die Deutschen, sagt Loukas Zisis, denke er jeden Tag.

Juni begingen die Deutschen an der Dorfbevölkerung ein Massaker, Menschen starben, unter ihnen Dutzende Kinder.

Zisis hat den Überfall nicht erlebt, er ist erst 48 Jahre alt. Wir können die Deutschen nicht vergessen, sagt Zisis. Vor 71 Jahren kamen sie mit Gewehren nach Distomo.

Heute üben sie Macht mit ihren Banken und ihrer Politik über unser Dorf aus. Zweitausend Menschen leben hier. Das Massaker, das den Ort bis heute prägt, war eines der brutalsten Verbrechen der Nazis in Griechenland, ein mehrstündi- ges Gemetzel.

Doch wir warten immer noch, sagt Zisis. Es gab keine Entschuldigung. Vergangene Woche forderte der griechische Premier Alexis Tsipras im griechischen Parlament deutsche Reparationszahlungen, und er verknüpfte die For - derung indirekt mit der heutigen Lage Griechenlands.

Bis heute haben deutsche Regierungen dazu geschwiegen, rief er, haben rechtliche Tricks angewandt, die Frage aufgeschoben und vertagt.

Und so frage ich mich, meine Damen und Herren: Ist diese Haltung wirklich moralisch? Abgesehen von dieser Verknüpfung, die von vielen als unanständig betrachtet wird, gibt es aber viele Argumente für die Sicht der Griechen.

Eine Untersuchung des Athener Finanzministeriums, die schon im Jahr von einer Vorgängerregierung beauftragt worden war, enthält nun auf Seiten neue Fakten.

Muss er als Reparationsforderung eingestuft werden, die mit dem Zweiplus-vier-Vertrag von verfallen sein könnte? Oder handelt es sich um ein echtes Darlehen, das zurückgezahlt werden muss?

Die Expertenkommission wertete Verträge und Vereinbarungen aus der Besatzungszeit aus, Rechnungen, Überweisungsbelege und Kontoauszüge.

Die Zwangsanleihe fällt nicht unter klassische Kriegsentschädigungen. Damit geht es zwischen Deutschland und Griechenland nicht nur um die Frage, ob die Massaker wie jene in den Dörfern Distomo oder Kalavrita mit der ab getätigten Zahlung von Millionen Mark rechtlich abgegolten sind oder nicht.

Es geht nun vor allem darum, ob das von den NS-Besatzern erpresste Darlehen vom Nachfolger des Deutschen Reichs, der Bundesrepublik, zurückzuzahlen ist.

Dafür scheint einiges zu sprechen. Was die Höhe der Kreditschuld angeht, kommen die griechischen Prüfer interessanterweise zu nahezu demselben Ergebnis wie die Buchhalter der Nazis kurz vor Ende des Kriegs.

Sie gingen vom Dollarkurs zur Reichsmark von 2: Diese Restschuld müsse zurückgezahlt werden, ohne Wenn und Aber, sagt der deutsche Historiker Hagen Fleischer in Athen, der die einschlägigen Akten wie kein anderer kennt.

Er hat schon vor dem neuen Bericht zahllose Dokumente aus - findig gemacht, die den Charakter des Zwangskredits seiner Meinung nach zweifelsfrei belegen.

So notierten NS-Beamte am März , die Verschuldung des Reiches gegenüber Athen habe sich zum Dezember des Vorjahres auf Milliarden Drachmen belaufen.

Der Zwangskredit als Kriegsschuld zieht sich durch alle deutschen Akten, sagt Fleischer. Er ist Professor für Neue Geschichte, seit lebt er in Athen; er besitzt inzwischen beide Staatsbürgerschaften, die deutsche und die griechische.

Viel mehr als die Kriegsdokumente über Gräuel und Leid hätten ihn die Akten bundesdeutscher Behörden zu Fragen der Kriegsschuld schockiert, sagt er.

Deutsche Diplomaten würden da in nationalsozialistischem Vokabular Reparationsfragen erörtern, von einer Endlösung des sogenannten Kriegsverbrecherproblems sprechen oder auch davon, dass nun Zeit für eine Liquidierung der Erinnerung sei.

In diesem Geist seien auch Wiedergutmachungszahlungen stets abgelehnt worden. Lange musste sich Fleischer den Vorwurf der Voreingenommenheit gefallen lassen.

Nun freut er sich über die Titel Unterstützung aus Athen zumal die vorliegende Studie nichts mit der Syriza-Regierung zu tun hat.

Der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank hatte die Amtsgeschäfte nach dem Rücktritt von Georgios Papandreou übernommen und bildete sechs Monate lang eine Übergangsregierung.

Der langjährige Generaldirektor im Finanzministerium gilt als politisch unbelastet. In der Studie wird aufs Gramm genau ausgerechnet, wie viel Gold aus Privathaushalten vor allem griechischer Juden geplündert wurde: Vor allem aber räumt das Untersuchungsergebnis mit Vorbehalten über den Zwangskredit auf.

Kein vernünftiger Mensch kann jetzt noch bezweifeln, dass es diesen Kredit gibt und die Rückzahlung offen ist, sagt Karakousis. Die Geschichte des Darlehens begann im April , nachdem deutsche Truppen ihren italienischen Verbündeten zu Hilfe geeilt waren und Griechenland besetzten.

Zur Versorgung ihrer Truppen verlangten die deutschen Besatzer von den Griechen eine Erstattung ihrer Aufwendungen, sogenannte Besatzungskosten.

Eine zynische Berechnung, die aber nach der Haager Landkriegsordnung durchaus üblich war. Die Summe, die sie tatsächlich einforderten, lag deutlich darüber.

So ermittelte die Expertenkommission von August bis Dezember Zahlungen der griechischen Zentralbank von über zwölf statt siebeneinhalb Milliarden Drachmen.

Schon bald drängten die Griechen auf Abschläge, ihre Wirtschaft lag danieder. März , die Besatzungskosten auf jeweils Millionen Drachmen zu halbieren.

Was die Deutschen über die Millionen hinaus kassierten, wird der griechischen Regierung gutgeschrieben, notierte ein deutscher Beamter Die Summen der Zwangskredite waren bis zu zehnmal so hoch wie die der Besatzungskosten.

Im ersten Halbjahr lagen sie bei 43,4 Milliarden Drachmen, während für die Truppenversorgung 4,5 Milliarden fällig waren. Etliche Rückzahlungsraten in den Unterlagen, auf die Athen ab März gedrängt hatte, belegen den Charakter des Darlehens.

Historiker Fleischer fand ebenfalls Schriftstücke für rund zwei Dutzend Tilgungszahlungen. So wurde die Zahlstelle des Sonderbevollmächtigten Südost am 6.

Oktober angewiesen, die inflationsbedingt unglaubliche Summe von Billionen Drachmen an die griechische Regierung zu überweisen und als Rückzahlung zu verbuchen.

Für Fleischer ist damit eindeutig geklärt, dass es sich bei den griechischen Ansprüchen nicht um Reparationen von Kriegsunrecht handelt, die zum Präzedenzfall für andere Länder werden könnten.

Über Reparationen kann man politisch verhandeln, so Fleischer, Schulden müssen auch unter Freunden bezahlt werden. Griechische Nachkriegsregierungen wurden wegen der Rückzahlung früh aktiv.

Der deutsche Botschafter in Athen bestätigte bereits am Oktober , die Griechen seien wegen eines behaupteten Anspruchs vorstellig geworden.

Und regte an, jede Kategorie dieser Ansprüche einer getrennten Prüfung zu unterziehen. Papandreous Initiative blieb folgenlos. Was soll mit dieser bisher vertraulich gehaltenen Studie geschehen?

Ich bin kein Politiker, sagt Karakousis, ich habe nur meine Pflicht erledigt. Am Ende bleibt die Frage, ob auch den Hinterbliebenen der Opfer von Distomo noch Gerechtigkeit widerfahren wird und ob es in anderen Ländern ähnliche Fälle gibt.

Ich bin enttäuscht von der Art und Weise, wie die Bundesrepublik mit dieser Frage umgeht, sagt er. Es gehe hier nicht nur um finanzielle Entschädigung, sondern vor allem auch um den Rechtsfrieden.

Lau warnte im Februar Bundespräsident Joachim Gauck in einem offenen Brief, durch leichtfertige Aussagen zur Entschädigungsfrage völkerrechtlichen Vertragsbruch zu propagieren.

Die Rechtslage ist aus seiner Sicht eindeutig: Das Kassationsgericht in Rom bescheinigte ihm das Recht dazu. An diesem Dienstag soll vor dem Obersten Gerichtshof in Rom über die Aufhebung des Vollstreckungstitels entschieden werden.

Seit Oktober sind in Italien Privatklagen gegen Deutschland wieder möglich. So entschied damals das Verfassungsgericht in Rom unter den Richtern, die dieses Urteil fällten, war auch Italiens heutiger Staatspräsident Sergio Mattarella.

Ob dieses Urteil in Italien eine Welle neuer Verfahren auslösen werde, sei unklar, sagt Joachim Lau, der derzeit an die Fälle betreut, darunter diverse Sammelklagen.

In Distomo, dem Bergdorf, verbindet sich alles, Gegenwart und Vergangenheit, Schuld und Wut, die griechischen Forderungen an Deutschland heute und die Reparationsforderungen von gestern.

Efrosyni Perganda sitzt in der gut geheizten Stube ihres Hauses, 91 Jahre alt, eine kleine, schwarz gekleidete Frau mit wachen Augen. Sie hat das Massaker der Deutschen in Distomo überlebt, sie ist eine der wenigen lebenden Zeugen im Dorf.

Efrosyni Perganda stand mit ihrem Baby daneben, sie sah ihren Mann nie wieder. Während die Deutschen wüteten, versteckte sie sich hinter der Badezimmertür, später hinter der Wohnzimmertür des Hauses, in dem sie immer noch lebt.

Ihr Baby hielt sie an die Brust gedrückt. Ich verzeihe den Mördern meines Mannes, sagt sie heute. Loukas Zisis, der stellvertretende Bürgermeister, verlässt stumm das Haus, als die Frau geendet hat.

Er braucht eine Pause, er geht in die Taverne, bestellt Wein. Die Macht des deutschen Willens. Ich schaue auf zu diesem Land.

Hier im Dorf finden wir keine Ruhe, weil der deutsche Staat seine Schuld nicht begleicht. Deutschland ist für Zisis ein Land, das einen unheimlichen Glanz ausstrahlt, aber auch unverständlich bleibt.

Bis heute haben wir nicht einmal eine Entschuldigung gehört, sagt er abermals. Das hat doch mit Deutschlands Stellung in Europa zu tun.

Dies sei eine Sache, sagt er, die er nicht verstehe. Über Stunden schien nicht mehr klar, wem eigentlich noch zu trauen ist.

Es gibt Bilder, die man gern sehen möchte. Ob sie nun existieren oder nicht. Ein griechischer Finanzminister, der den Deutschen den Mittelfinger entgegenstreckt, ist so ein Bild.

Am Mittwochabend hätte man gern Günther Jauch gesehen. Ganz so, wie es Varoufakis selbst behauptet hatte, als Jauch ihm den Film in seiner Sendung vorspielte.

Schon da schaute Jauch nicht besonders glücklich drein. Grübelfalten zogen sich durch seine Stirn. Und dahinter schien nur ein Gedanke Platz zu haben: Das darf jetzt nicht wahr sein.

Er und sein Team, behauptete Böhmermann, hätten den ominösen Stinkefinger in einen harmlosen Film hineingebastelt, die gefälschte Ver - sion im Internet verbreitet und ausgerechnet Jauchs Redaktion sei darauf hereingefallen.

Für zwölf Stunden war die deutsche Medienwelt aus den Fugen. Dass Varoufakis rehabilitiert wird. Dass Günther Jauch demontiert wird.

Dass alles ganz anders ist, als es scheint. Sie müssen jetzt ganz, ganz stark sein Neo Magazin Royal.

Er schien fast von innen zu schmelzen: Der Beitrag zeigte dann bis ins Detail, wie es der Redaktion angeblich gelungen war, die falsche Version zu bauen.

Zeugen wurden aufgeboten, Experten präsentiert, die Manipulation bis ins Kleinste vorgeführt. Das böhmermannsche Täuschungsmanöver spielt vor dem Hintergrund einer Medienlandschaft, deren Glaubwürdigkeit angekratzt ist.

Das Unwort von der Lügenpresse macht Karriere. Böhmermann hatte, wie es seine Art ist, den Unterschied zwischen Wahrheit und Wahn verwischt, er hatte aber vor allem die Mechanismen des Thesen-Talks als klappriges Konstrukt entlarvt.

Der Film, den Jauch seinem Gast Varoufakis vorspielte, war im Grunde ja nicht weniger als eine einzige langgezogene Ohrfeige für den griechischen Finanzminister und stellvertretend für die Griechen, die es nicht hinbekommen und die den Deutschen nicht mal dankbar sind, sondern sie sogar noch verhöhnen.

Die Bild -Zeitung assistierte und zeigte drei Tage nach der Sendung einen ganzseitigen Stinkefinger der Eurostreit wurde damit aufs Effenberg-Niveau gesenkt, der Tiefpunkt der Diskussion war erreicht bis Böhmermann auftauchte.

Es war ein Scoop. Perfekt in die mediale Landschaft gesetzt. Über Stunden wusste niemand so recht, was er glauben sollte.

War der Fake ein Fake, war die Wahrheit gefälscht oder die Fälschung wahr? Mehrere Teams machten sich an die Arbeit. Die einen versuchten, Böhmermanns Videotäuschung auf die Schliche zu kommen.

Die anderen gingen noch einmal die eigenen Quellen durch, suchten noch in der Nacht nach weiteren Belegen und Zeugen für die Echtheit des in der Jauch-Sendung gezeigten Filmausschnitts inklusive Stinkefinger.

Um drei Uhr morgens war ich mir sicher, dass Böhmermann die ganze Sache gefaket hat, sagt Cichowicz. Wir haben diese Erkenntnis allerdings für uns behalten, um den Scoop nicht zu verderben.

Die Sache sei, das erkennt Cichowicz kollegial an, schlau gemacht und schlau verkauft. Auf Twitter tobte derweil ein Orkan der Spekulationen, an dem sich merkwürdigerweise selbst Varoufakis beteiligte.

Erst forderte er von Jauch eine Entschuldigung. Dann dankte er Böhmermann für die Enthüllung. Man gehe davon aus, dass diese in kürzester Zeit vorgelegt werden.

Die erste Reaktion auf Böhmermanns Video war bei wohl allen gleich. Der Boden der Fakten wurde mit einem Mal weich, und jeder glaubte erst einmal, was er glauben wollte.

Jeder sah, was er sich wünschte. Auch der Blogger Stefan Niggemeier. Stellte sich vor, dass die Redakteure rote Flecken im Gesicht be - kämen, während sie hektisch nach Gewissheit suchten.

Ich habe mir zu sehr gewünscht, dass es wahr ist, sagt er später. Böhmermanns Aktion sei schon so genial. Hätte das aber alles auch noch gestimmt und wäre Jauch tatsächlich einem von Böhmermann inszenierten Fake aufgesessen, wäre das geradezu galaktisch gewesen.

Als alles als ein Riesenscherz enthüllt war, kippte die Perspektive von Wahrheit und Lüge ein weiteres Mal.

Varoufakis, eben noch scheinbar bestätigt, stand wieder belämmert da. Als einer, der vielleicht lügt, sich vielleicht schlecht erinnert, der das aber stets mit voller Verve tut.

Das sei die einzige Möglichkeit, andernfalls sei nicht sicher, ob die Soldaten ab Herbst noch genug Hemden im Spind hätten. Casino royale uk rating zwölf Stunden war die deutsche Medienwelt aus Beste Spielothek in Sickenreuth finden Fugen. Ganz so, wie es Varoufakis selbst behauptet hatte, als Jauch ihm den Film in seiner Google video.com vorspielte. Eine solche Macht schafft eine Menge Verantwortung, trotzdem verhalten sich Regierung und Politik columbus deluxe spielen noch wie in einem Kleinstaat. Zwar hat Deutschland bereits zwei Hilfspakete für Griechenland geschnürt, doch denen reicht das nicht. Fasold Gemeinschaftspraxis für Ergotherapie Angela Kesper u. Der Film, den Jauch seinem Gast Varoufakis vorspielte, zeitzonen in usa im Grunde ja nicht weniger als eine einzige langgezogene Ohrfeige für den griechischen Finanzminister und stellvertretend für die Griechen, die es nicht hinbekommen und die den Deutschen nicht mal dankbar sind, sondern portugal polen em sogar noch verhöhnen. Diese Restschuld müsse zurückgezahlt werden, ohne Wenn und Tipico casino starburst, sagt der deutsche Historiker Hagen Fleischer in Athen, der die einschlägigen Akten wie kein anderer kennt. Petra Drude Sozialverband Deutschland e. Manipula - tion qua Muttermilch. Oktober angewiesen, die inflationsbedingt unglaubliche Summe von Billionen Drachmen an die griechische Regierung zu überweisen und als Rückzahlung zu verbuchen. Dass er sich doch durchsetzte, machte die Sache umso schöner.

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Geburtstag Frau Irmgard Ulbrich zum Geburtstag Frau Anna Weschenfelder zum Geburtstag Herrn Werner Krumpholz zum Die Deutschen gelten wieder als Übermacht.

Dabei sind sie eher ein schwacher als ein starker Hegemon des Kontinents. Glezos und ein Kamerad schlichen sich an den Mast heran, holten die verhasste Fahne herunter und zerrissen sie.

Ihre Tat machte sie zu Helden. Glezos war damals Widerstandskämpfer, heute ist er Europaabgeordneter der Regierungspartei Syriza, bald wird er 93 Jahre alt.

Zunächst kämpfte er gegen die italienischen Faschisten, später gegen die deutsche Wehrmacht, dann gegen die griechische Militärdiktatur.

Diese Ära ist noch sehr lebendig in mir, sagt er. Glezos hat erlebt, was es bedeuten kann, wenn Deutsche die Vorherrschaft in Europa anstreben.

Er sagt, es sei wieder so weit. Wir brauchen euer Geld aber nicht. In seinen Augen fügt sich die deutsche Gegenwart nahtlos an die schreckliche Vergangenheit.

Er betont, dass er damit nicht das deutsche Volk meine, sondern die herrschenden Schichten. Deutschland ist für ihn auch heute wieder der Aggressor, das Verhältnis zu Griechenland gleicht dem Verhältnis zwischen dem Tyrannen und seinem Sklaven.

Er habe einen Text von Joseph Goebbels im Kopf. Der Reichspropagandaminister denkt darin über eine europäische Zukunft unter deutscher Führung nach.

Bislang waren es vor allem die Deutschen, die unermüdlich auf die Nazi-Vergangenheit zurückblickten. Seit Kurzem machen das auch andere Völker in Europa.

Wird gegen die Europolitik demonstriert, taucht garantiert ein Nazi-Symbol auf. Das klingt absurd, weil die Bundesrepublik eine geglückte Demokratie ist, ohne einen Hauch von Nationalsozialismus, und Merkel ist da ohnehin über jeden Zweifel erhaben.

Über das Wort Reich könnte man jedoch nachdenken. Es meint mehr als einen Nationalstaat, es meint ein Herrschaftsgebiet mit einer Zentrale, die über viele Völker gebietet.

Wäre es nach dieser Definition falsch, von einem deutschen Reich auf dem Gebiet der Ökonomie zu sprechen?

Der griechische Premier Alexis Tsipras wird jedenfalls nicht den Eindruck haben, dass er frei über die Politik seines Landes bestimmen könne.

Am Montag spricht er bei der Bundeskanzlerin vor, ein Termin, bei dem die nationalsozialistische Geschichte Deutschlands ein Thema sein wird.

Die Griechen verlangen Reparationen für das, was Deutsche ihnen im Zweiten Weltkrieg angetan haben siehe Seiten 28, Dabei geht es natürlich auch stark um die Verzweiflung einer Regierung, die bislang dilettantisch gehandelt hat.

Aber es wäre ein Fehler, die Geschichte für abgeschlossen zu halten. Sie legt sich immer wieder über die Gegenwart. Deutschland als egoistische wirtschaftliche Besatzungsmacht, flankiert von kleineren nordeuropäischen Ländern mit ähnlichem Profil.

Der Vorwurf kommt aus Ländern, in denen seit Jahren Massenarbeitslosigkeit herrscht, er wird voller Wut vorgebracht, und deswegen kehren mit ihm auch die Schreckgespenster der deutschen Geschichte wieder.

Es ist kein Wunder, dass derjenige, der sich heute gedemütigt fühlt, Rechnungen aus der Vergangenheit präsentiert. Die historische deutsche Schuld wird von den Opfern der Eurokrise gegen Deutschland und Angela Merkel eingesetzt als Waffe der Ohnmächtigen, sie wird benutzt, um Lärm zu schlagen und gehört zu werden.

Zwar gelten die Deutschen nach Umfragen im Ausland als meistrespektiertes Volk der Welt, doch wenn deutsche Politik unangenehm wird, ist man schnell bei den Nazis.

Der Vorwurf gegen die Bundesregierung hat eine merkwürdige Dialektik: Deutschland dominiere, aber Deutschland führe nicht.

Es sei ein Hegemon, aber ein schwacher. Auch das führt zurück in die Geschichte. Das könnte nun wieder gelten.

Er ist seit mehr als einem halben Jahrhundert Journalist, 71 Jahre alt, hat beim Corriere della Sera sowie anderen Blättern Karriere gemacht.

Im vergangenen Jahr hat er ein bemerkenswertes Buch veröffentlicht, zusammen mit einem weiteren renommierten Journalisten, Gennaro Sangiuliano, Vizechef der Nachrichtenredaktion bei Rai 1, der italienischen Version der Tagesschau.

Es sind nicht nur verzweifelte, radikalisierte Demonstranten, die Vergleiche zur Vergangenheit ziehen. Das Geld solle den Deutschen Herrschaftsgebiete sichern.

Klingt wie eine Waffengattung der Wehrmacht. Merkiavelli, die Kanzlerin, in ihrem protzigen, vom Vorvorgänger geplanten Amtssitz, dem Kohlosseum?

Vollendet gerade, woran Hitler gescheitert ist. Das Ganze, sagt Feltri, sei als Pamphlet zu verstehen, als Hinweis auf die Unangemessenheit dieser Einheitswährung, von der nur Deutschland profitiert.

Weite Teile der politischen Klasse in Italien sind ähnlicher Ansicht. In Deutschland wird das Spektrum von Populismus und Nationalismus durch Merkel abgedeckt, schrieb er: In Brüssel wiederum hat in den letzten Jahren nur ein Land die Richtung bestimmt; Deutschland hat sich sogar erlaubt, anderen unannehmbare moralische Lektionen zu erteilen.

In Frankreich klingt es manchmal ähnlich. Der spätere Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg sagte Bismarck vereinigte die deutschen Fürstentümer, um Europa und insbesondere Frankreich zu beherrschen.

Angela Merkel will in frappierend ähnlicher Weise ihre internen Probleme lösen, indem sie die Wirtschaftsund Finanzordnung der deutschen Konservativen dem Rest Europas aufzwingt.

Die alte Expansionspolitik kehre auf dem wirtschaftlichen Terrain wieder. In den vergangenen Jahren hat die Germanophobie vom Front national bis zu den Sozialisten massiv zugenommen, was zum Teil dazu dient, von eigenen Versäumnissen bei Reformen abzulenken.

Dennoch sind dies Stimmungen, die man ernst nehmen sollte. Der linke Intellektuelle Emmanuel Todd warnt davor, dass Deutschland mehr und mehr eine Politik der Stärke und der verdeckten Expansion betreibe.

Europa werde von Deutschland beherrscht, sagt er, das in seiner Geschichte stets zwischen Vernunft und Megalomanie geschwankt habe.

Seit der Wiedervereinigung, sagt Todd, habe Deutschland fast den ganzen ehemaligen sowjetischen Herrschaftsbereich unter seine Kontrolle gebracht, um ihn für seine wirtschaftlichen Zwecke zu nutzen.

Es ist, als ob mein Land die Folgen eines Krieges erlebt, sagt er. Die europäische Sparpolitik habe Griechenland zugrunde gerichtet. Dabei hätten die Griechen um Kredite nicht gebeten, sie seien ihnen zusammen mit dem Sparprogramm aufgedrückt worden.

Jetzt zahlen wir sie mit dem Blut unserer Leute zurück. Deutschland sei in Europa zu mächtig geworden, sagt er. Es sei zwar der Anführer, was Politik und Wirtschaft angehe.

Aber wer ein Anführer sein will, muss sich auch wie einer benehmen. Xydakis sagt, dass er Miete für sein Büro zahlen müsse, weil das Gebäude an einen Fonds verkauft worden sei, um Athens Schulden begleichen zu können.

Ich fühle mich, als wären wir in Leipzig oder Dresden und es würde Bomben hageln. Der einzige Unterschied sei, dass die Bomben heute im Gewand der Sparpolitik daherkämen.

Es meint die Politik des Sparens, ein Wort, das im Land der schwäbischen Hausfrau positiv konnotiert ist.

Und das in den europäischen Krisenländern für eine freudlose Politik der fremdbestimmten Entbehrungen steht. Deutschland exportiert nicht mehr nur seine Waren, sondern auch seine Regeln.

Die Waren allerdings werden ohne Zwang verkauft. Europa liebt Produkte aus Deutschland. Der Exportüberschuss lag bei mehr als sieben Prozent der Wirtschaftsleistung.

Deutschland nimmt im Geschäft mit anderen Ländern mehr Geld ein, als es für deren Waren ausgibt. Deutsche Banken leihen ausländischen Firmen Geld, damit sie die deutschen Produkte bezahlen können.

Seit der Jahrtausendwende hat sich der deutsche Exportüberschuss nahezu vervierfacht, auf rund Milliarden Euro allein gegenüber Frankreich betrug er über 30 Milliarden Euro.

Was ist der Grund? Der deutsche Volkswirt Henrik Enderlein ist kein Dogmatiker, er betrachtet die Welt nicht durch eine nationale Brille. Dass Deutschland heute den höchsten Exportüberschuss aller Staaten aufweist, hat einen simplen Grund: Nach der Eurogründung hatten wir kaum eine andere Wahl, als wettbewerbsfähiger zu werden, sagt er.

Es ist aber absurd zu glauben, Deutschland habe dies gezielt getan, um anderen Ländern zu schaden. Deutschland hat seine Rolle nicht bewusst angestrebt, sie hat sich durch die Konstruktion der Eurozone so ergeben.

Denn in den Jahren nach der Eurogründung schwankte deren Leitzins zumeist zwischen drei und vier Prozent.

Für Deutschland war der Leitzins dagegen zu hoch, den Arbeitnehmern blieb nur der Lohnverzicht, um den Preis der eigenen Produkte niedrig zu halten.

Deutschland exportiert seine Regeln die Südländer klagten: Die anderen fällen keine Entscheidungen gegen sie. Macht ist nicht schlimm, wenn die Mächtigen gut damit umgehen.

Es gibt einen neuen Sound in Deutschland. Er schert sich nicht mehr um die noblen Gepflogenheiten der Diplomatie. Es ist nicht Flüstern und Säuseln, nicht Andeuten und Nahelegen.

Es ist Zetern und Schimpfen. Über die Grenzen hinweg. Und wenn die Verantwort - lichen in diesem Land das Volk belügen, dann ist es nicht verwunderlich, dass das Volk so reagiert.

Auch der fränkische Tonfall machte die Worte nicht weicher. Söder ist Innenpolitiker, und so klingt es dann auch. Wie eine Keilerei zwischen Regierung und Opposition in einem Land.

Auf einmal wird in Europa Deutsch gesprochen. Der Satz habe zu viele Missverständnisse ausgelöst, sagt Kauder heute, er würde ihn nicht wiederholen.

Merkel würde so nicht reden, nicht öffentlich jedenfalls. Ihre Sprache ist vorsichtiger, manchmal auch so verdreht, dass nicht auf Anhieb zu erkennen ist, was sie meint.

Am Dienstag sagte sie vor der Unionsfraktion: Deutschland muss ein Land sein, das nichts unversucht lässt, um Fortschritte zu erzielen.

Fortschritte anderswo meinte sie, in Griechenland. Die Bundeskanzlerin hat ein expansives Projekt, das gleichsam in einem Merkel- Reich münden soll.

Wer mitreden will, braucht viele Einwohner und eine starke Wirtschaft. Aber es muss ein wirtschaftlich starkes, ein wettbewerbsfähiges Europa sein.

Sie entwickelte früh in der Finanzkrise Ideen für sogenanntes Benchmarking. Die europäischen Länder sollten sich in allen Bereichen nach dem Besten richten.

Meist ist das Deutschland. Auf diesem Wege würde ein deutsches Europa entstehen. Die südlichen Länder wollten Wachstum durch mehr Ausgaben finanzieren, in der Hoffnung, dass mittelfristig die Staatseinnahmen steigen.

Deutschland und die nördlichen Staaten setzen auf Sparsamkeit und Strukturreformen, die den Bürgern einiges abverlangen.

Die anderen haben es trotzdem gemerkt. Sie wissen, dass sie in einem Matriarchat leben. Am Anfang der Eurokrise wagten andere Staats- und Regierungschefs noch, offen zu protestieren.

Er habe grundlegende Zweifel an der Methode, schimpfte der damalige polnische Regierungschef Donald Tusk und fragte Merkel bei einem Gipfeltreffen: Warum müssen Sie eine Spaltung demonstrieren?

Ein drei viertel Jahr später hatte sich die Kanzlerin durchgesetzt: Es war einiges passiert mit der deutschen Europapolitik. Helmut Kohl hätte es unter allen Umständen zu vermeiden versucht, bei wichtigen Verhandlungen isoliert zu sein.

Angela Merkel löste sich aus diesem Schatten. Ich stehe ziemlich allein in der EU. Wir sind in Europa, was die Amerikaner in der Welt sind, die ungeliebte Führungsmacht.

Sie sind doch Deutscher. Ich wurde wahrgenommen als Teil der deutschen Dominanz, sagt er. Es gibt ein Gefühl von deutscher Übermacht, aber wenn Sie nachfragen, kommt nie etwas Konkretes.

Wird im Kanzleramt über die neue Rolle nachgedacht? Ja, zum Beispiel darüber, wie es so weit kommen konnte. Und zweitens sei Deutschland je mächtiger erschienen, desto weiter Frankreich, das traditionelle Partnerland, wirtschaftlich zurückgefallen sei.

Madame Non wird die Bundeskanzlerin manchmal genannt. Wenn bei den Brüsseler Gipfeltreffen einer der anderen Staats- und Regierungschefs zu Ende geredet hat, so wird erzählt, dann wandern die Blicke der anderen oft als Erstes zu ihr, der Deutschen.

Die Nazis nannten ihr Deutschland Drittes Reich, um sich mit der Tradition von zwei anderen deutschen Reichen zu adeln. Es ging unter, nachdem Napoleon viele Gebiete davon unterworfen hatte.

April wird sein Im Kaiserreich bildete sich bald eine gefährliche Stimmung heraus. Eine deutsche Hybris, das Gefühl, allen überlegen zu sein, alles besser zu wissen, besser zu können.

Das mischte sich mit einer Verzagtheit, einer anhaltenden Überforderung. Bismarcks Reich, das von an auch von Wilhelm II.

Sie gingen zeitweilig Bündnisse miteinander ein. Das Kaiserreich konnte Europa nicht alleine beherrschen oder führen. Auch die Deutschen suchten sich daher Partner.

Nach der Niederlage brach das Kaiserreich Ende zu - sammen. Finnland Portugal Infolge der Eurokrise ist der deutsche Anteil wieder gestiegen.

Deutschland hat gegenüber 14 von 18 Euro-Partnerländern einen Exportüberschuss. Auch mit brutalster Kriegsführung und Unterdrückung war er dem Bündnis der Demokratien mit der Sowjetunion nicht gewachsen.

Nach dem Ende des Dritten Reichs schien eine deutsche Dominanz auf dem Kontinent für alle Zeit ausgeschlossen zu sein.

Sie dominierten nicht, sondern wurden dominiert. Die Bundesrepublik entwickelte allerdings bald ein neues Herrschaftsinstrument, kein politisches, sondern ein ökonomisches: Was für uns die Atombombe ist, ist für die Deutschen die D-Mark.

Freudlose Politik der Entbehrungen wieder nach politischer Herrschaft streben könne. So dachte auch die britische Premierministerin Margaret Thatcher, so dachten viele Deutsche, besonders aus dem linken Spektrum, allen voran der Schriftsteller Günter Grass.

Dem schwante ein Rückfall in die alte Hybris, in den deutschen Überlegenheitswahn. Teamchef Franz Beckenbauer schien das zu bestätigen, als er nach dem Sieg der Weltmeisterschaft in Italien sagte: Wir sind jetzt die Nummer eins der Welt, wir sind schon lange die Nummer eins in Europa.

Jetzt kommen die Spieler aus Ostdeutschland noch dazu. Es tut mir leid für den Rest der Welt, aber die deutsche Mannschaft wird über Jahre hinaus nicht zu besiegen sein.

Weil er die europäischen Finanzmärkte harmonisieren und eine Einheitswährung schaffen wollte, fragte die britische Sun, ob er der gefährlichste Mann Europas sei.

Er scheiterte, und die Nationalmannschaft hat ziemlich oft verloren, bis sie tatsächlich die Nummer eins der Welt wurde.

Und das vereinte Deutschland trumpfte politisch zunächst nicht auf, blieb bescheiden. Der Euro war dazu gedacht, die ökonomische Dominanz der Deutschen zu brechen, hat aber das Gegenteil bewirkt.

Über die gemeinsame Währung ist das Schicksal der Teilnehmerländer eng verknüpft, und Deutschland hat nun Macht über andere.

Deshalb steht die deutsche Frage wieder im Raum: Kundnani verknüpft die alte deutsche Frage mit der neuen Debatte um Deutschlands Rolle in der Eurozone.

Die Stärke der deutschen Wirtschaft und die gegenseitige Abhängigkeit der Staaten schaffe in Europa eine wirtschaftliche Instabilität, die vergleichbar sei mit der politischen Instabilität zu Bismarcks Zeiten.

Das Problem, so Kundnani, sei weniger, dass Deutschland in Europa hegemoniale Macht ausübe, sondern dass es sie nur zur Hälfte ausübe es sei auf sich selbst konzentriert, und womöglich sei es für die Rolle, die es spielen müsste, zu klein.

Deutschland ist erneut ein Paradox. Es ist mächtig und schwach zugleich wie im Es will nicht führen und widersetzt sich etwa einer Schuldenvergemeinschaftung, doch zugleich will es Europa nach seinem Vorbild formen, um es,wettbewerbsfähiger zu machen.

So sieht das auch Varoufakis, der sich von Merkel wünscht, dass sie eine Art Marshallplan aufsetzt, wie einst die Vereinigten Staaten, die damit das kriegszerstörte Europa aufpäp - pelten.

Ein echter Hegemon wie die USA, schreibt Kundnani, zeichne sich dadurch aus, dass er einerseits Normen setzt, andererseits aber Anreize für jene schafft, die er beherrscht, damit sie Teil des Systems bleiben.

Dazu muss er kurzfristige Kompromisse eingehen, um seine langfristigen Interessen zu sichern. Zwar hat Deutschland bereits zwei Hilfspakete für Griechenland geschnürt, doch denen reicht das nicht.

Sie wollen die Eurozone grundlegend verändern, mehr gemeinsame Schulden und weniger deutsche Vorschriften. Andere sehen das auch so. Imperium ist ein anderes Wort für Reich.

In dieser ökonomisch dominierten Welt geht es weniger um Herrscher und Beherrschte, es geht um Gläubiger und Schuldner. Gläubiger haben Macht über die Schuldner.

Sie erwarten Dankbarkeit, und sie haben oft genug klare Vorstellungen davon, was der Schuldner tun muss, damit das Geld eines Tages wieder zurückkommt.

Gläubiger sind nicht beliebt. Die Deutschen könnten für die griechischen Schulden einstehen, nicht aber auch für die von Italien und Spanien.

Wie vor dem Ersten Weltkrieg fürchte sich Deutschland wieder davor, von kleineren Ländern eingekreist zu werden dazu gehöre insbesondere die Angst, dass die EZB von den lateinischen Ländern übernommen werden könnte und die Macht auf die Schuldnernationen übergehen könnte.

Deutschland handele nicht wie ein Hegemon, sondern nur wie ein Semi-Hegemon. Ein Abo von taz. Wochenenden taz für 10 Euro taz.

Er beobachte, sagt Kundnani, eine deutsche Selbstwahrnehmung, das eigentliche Opfer der Eurokrise zu sein, die in seltsamem Kontrast zu der Wahrnehmung in den Schuldnerländern stehe.

Daraus entstehe Aggressivität, die sich im neuen Sound der Politik zeigt oder in der Bild - Zeitung entlädt, wenn sie alle Griechen als gierig beschimpft.

Das wurde auch von europäischen Partnern wie Frankreich als Rückschritt gesehen bei den Luftschlägen im Kosovo und später beim Einsatz in Afghanistan hatten sich die Deutschen noch beteiligt.

Aber beides steht miteinander im Zusammenhang: Deutschland will eine wirtschaftliche Macht sein, keine militärische. Sein Nationalismus gründet sich auf Wirtschaftskraft und Exporte, nicht auf den Willen, eine geopolitische Kraft zu werden.

Deutschland, so Kundnani, ist einzigartig in seiner Kombination aus wirtschaftlicher Durchsetzungskraft und militärischer Abstinenz. Schon deshalb sind die Bezüge zur Nazi-Zeit so daneben.

Es geht nicht um Gewalt, um Rassismus. Es geht um Geld. Und das ist ein himmelweiter Unterschied, auch wenn Geldfragen unangenehm sein können.

Um ein Reich geht es allerdings schon, auf dem ökonomischem Feld. Die Eurozone ist deutsches Herrschaftsgebiet.

Berlin regiert hier nicht unangefochten, bestimmt aber über das Schicksal von Millionen Menschen anderer Nationalitäten mit. Eine solche Macht schafft eine Menge Verantwortung, trotzdem verhalten sich Regierung und Politik manchmal noch wie in einem Kleinstaat.

Und ohne die Bellerei aus Berlin oder München wäre es sicherlich einfacher, etwas zu erreichen. An die Deutschen, sagt Loukas Zisis, denke er jeden Tag.

Juni begingen die Deutschen an der Dorfbevölkerung ein Massaker, Menschen starben, unter ihnen Dutzende Kinder.

Zisis hat den Überfall nicht erlebt, er ist erst 48 Jahre alt. Wir können die Deutschen nicht vergessen, sagt Zisis.

Vor 71 Jahren kamen sie mit Gewehren nach Distomo. Heute üben sie Macht mit ihren Banken und ihrer Politik über unser Dorf aus.

Zweitausend Menschen leben hier. Das Massaker, das den Ort bis heute prägt, war eines der brutalsten Verbrechen der Nazis in Griechenland, ein mehrstündi- ges Gemetzel.

Doch wir warten immer noch, sagt Zisis. Es gab keine Entschuldigung. Vergangene Woche forderte der griechische Premier Alexis Tsipras im griechischen Parlament deutsche Reparationszahlungen, und er verknüpfte die For - derung indirekt mit der heutigen Lage Griechenlands.

Bis heute haben deutsche Regierungen dazu geschwiegen, rief er, haben rechtliche Tricks angewandt, die Frage aufgeschoben und vertagt.

Und so frage ich mich, meine Damen und Herren: Ist diese Haltung wirklich moralisch? Abgesehen von dieser Verknüpfung, die von vielen als unanständig betrachtet wird, gibt es aber viele Argumente für die Sicht der Griechen.

Eine Untersuchung des Athener Finanzministeriums, die schon im Jahr von einer Vorgängerregierung beauftragt worden war, enthält nun auf Seiten neue Fakten.

Muss er als Reparationsforderung eingestuft werden, die mit dem Zweiplus-vier-Vertrag von verfallen sein könnte? Oder handelt es sich um ein echtes Darlehen, das zurückgezahlt werden muss?

Die Expertenkommission wertete Verträge und Vereinbarungen aus der Besatzungszeit aus, Rechnungen, Überweisungsbelege und Kontoauszüge.

Die Zwangsanleihe fällt nicht unter klassische Kriegsentschädigungen. Damit geht es zwischen Deutschland und Griechenland nicht nur um die Frage, ob die Massaker wie jene in den Dörfern Distomo oder Kalavrita mit der ab getätigten Zahlung von Millionen Mark rechtlich abgegolten sind oder nicht.

Es geht nun vor allem darum, ob das von den NS-Besatzern erpresste Darlehen vom Nachfolger des Deutschen Reichs, der Bundesrepublik, zurückzuzahlen ist.

Dafür scheint einiges zu sprechen. Was die Höhe der Kreditschuld angeht, kommen die griechischen Prüfer interessanterweise zu nahezu demselben Ergebnis wie die Buchhalter der Nazis kurz vor Ende des Kriegs.

Sie gingen vom Dollarkurs zur Reichsmark von 2: Diese Restschuld müsse zurückgezahlt werden, ohne Wenn und Aber, sagt der deutsche Historiker Hagen Fleischer in Athen, der die einschlägigen Akten wie kein anderer kennt.

Er hat schon vor dem neuen Bericht zahllose Dokumente aus - findig gemacht, die den Charakter des Zwangskredits seiner Meinung nach zweifelsfrei belegen.

So notierten NS-Beamte am März , die Verschuldung des Reiches gegenüber Athen habe sich zum Dezember des Vorjahres auf Milliarden Drachmen belaufen.

Der Zwangskredit als Kriegsschuld zieht sich durch alle deutschen Akten, sagt Fleischer. Er ist Professor für Neue Geschichte, seit lebt er in Athen; er besitzt inzwischen beide Staatsbürgerschaften, die deutsche und die griechische.

Viel mehr als die Kriegsdokumente über Gräuel und Leid hätten ihn die Akten bundesdeutscher Behörden zu Fragen der Kriegsschuld schockiert, sagt er.

Deutsche Diplomaten würden da in nationalsozialistischem Vokabular Reparationsfragen erörtern, von einer Endlösung des sogenannten Kriegsverbrecherproblems sprechen oder auch davon, dass nun Zeit für eine Liquidierung der Erinnerung sei.

In diesem Geist seien auch Wiedergutmachungszahlungen stets abgelehnt worden. Lange musste sich Fleischer den Vorwurf der Voreingenommenheit gefallen lassen.

Nun freut er sich über die Titel Unterstützung aus Athen zumal die vorliegende Studie nichts mit der Syriza-Regierung zu tun hat.

Der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank hatte die Amtsgeschäfte nach dem Rücktritt von Georgios Papandreou übernommen und bildete sechs Monate lang eine Übergangsregierung.

Der langjährige Generaldirektor im Finanzministerium gilt als politisch unbelastet. In der Studie wird aufs Gramm genau ausgerechnet, wie viel Gold aus Privathaushalten vor allem griechischer Juden geplündert wurde: Vor allem aber räumt das Untersuchungsergebnis mit Vorbehalten über den Zwangskredit auf.

Kein vernünftiger Mensch kann jetzt noch bezweifeln, dass es diesen Kredit gibt und die Rückzahlung offen ist, sagt Karakousis. Die Geschichte des Darlehens begann im April , nachdem deutsche Truppen ihren italienischen Verbündeten zu Hilfe geeilt waren und Griechenland besetzten.

Zur Versorgung ihrer Truppen verlangten die deutschen Besatzer von den Griechen eine Erstattung ihrer Aufwendungen, sogenannte Besatzungskosten.

Eine zynische Berechnung, die aber nach der Haager Landkriegsordnung durchaus üblich war. Die Summe, die sie tatsächlich einforderten, lag deutlich darüber.

So ermittelte die Expertenkommission von August bis Dezember Zahlungen der griechischen Zentralbank von über zwölf statt siebeneinhalb Milliarden Drachmen.

Schon bald drängten die Griechen auf Abschläge, ihre Wirtschaft lag danieder. März , die Besatzungskosten auf jeweils Millionen Drachmen zu halbieren.

Was die Deutschen über die Millionen hinaus kassierten, wird der griechischen Regierung gutgeschrieben, notierte ein deutscher Beamter Die Summen der Zwangskredite waren bis zu zehnmal so hoch wie die der Besatzungskosten.

Im ersten Halbjahr lagen sie bei 43,4 Milliarden Drachmen, während für die Truppenversorgung 4,5 Milliarden fällig waren.

Etliche Rückzahlungsraten in den Unterlagen, auf die Athen ab März gedrängt hatte, belegen den Charakter des Darlehens.

Historiker Fleischer fand ebenfalls Schriftstücke für rund zwei Dutzend Tilgungszahlungen. So wurde die Zahlstelle des Sonderbevollmächtigten Südost am 6.

Oktober angewiesen, die inflationsbedingt unglaubliche Summe von Billionen Drachmen an die griechische Regierung zu überweisen und als Rückzahlung zu verbuchen.

Für Fleischer ist damit eindeutig geklärt, dass es sich bei den griechischen Ansprüchen nicht um Reparationen von Kriegsunrecht handelt, die zum Präzedenzfall für andere Länder werden könnten.

Über Reparationen kann man politisch verhandeln, so Fleischer, Schulden müssen auch unter Freunden bezahlt werden. Griechische Nachkriegsregierungen wurden wegen der Rückzahlung früh aktiv.

Der deutsche Botschafter in Athen bestätigte bereits am Oktober , die Griechen seien wegen eines behaupteten Anspruchs vorstellig geworden.

Und regte an, jede Kategorie dieser Ansprüche einer getrennten Prüfung zu unterziehen. Papandreous Initiative blieb folgenlos. Was soll mit dieser bisher vertraulich gehaltenen Studie geschehen?

Ich bin kein Politiker, sagt Karakousis, ich habe nur meine Pflicht erledigt. Am Ende bleibt die Frage, ob auch den Hinterbliebenen der Opfer von Distomo noch Gerechtigkeit widerfahren wird und ob es in anderen Ländern ähnliche Fälle gibt.

Ich bin enttäuscht von der Art und Weise, wie die Bundesrepublik mit dieser Frage umgeht, sagt er. Es gehe hier nicht nur um finanzielle Entschädigung, sondern vor allem auch um den Rechtsfrieden.

Lau warnte im Februar Bundespräsident Joachim Gauck in einem offenen Brief, durch leichtfertige Aussagen zur Entschädigungsfrage völkerrechtlichen Vertragsbruch zu propagieren.

Die Rechtslage ist aus seiner Sicht eindeutig: Das Kassationsgericht in Rom bescheinigte ihm das Recht dazu.

An diesem Dienstag soll vor dem Obersten Gerichtshof in Rom über die Aufhebung des Vollstreckungstitels entschieden werden. Seit Oktober sind in Italien Privatklagen gegen Deutschland wieder möglich.

So entschied damals das Verfassungsgericht in Rom unter den Richtern, die dieses Urteil fällten, war auch Italiens heutiger Staatspräsident Sergio Mattarella.

Ob dieses Urteil in Italien eine Welle neuer Verfahren auslösen werde, sei unklar, sagt Joachim Lau, der derzeit an die Fälle betreut, darunter diverse Sammelklagen.

In Distomo, dem Bergdorf, verbindet sich alles, Gegenwart und Vergangenheit, Schuld und Wut, die griechischen Forderungen an Deutschland heute und die Reparationsforderungen von gestern.

Efrosyni Perganda sitzt in der gut geheizten Stube ihres Hauses, 91 Jahre alt, eine kleine, schwarz gekleidete Frau mit wachen Augen.

Sie hat das Massaker der Deutschen in Distomo überlebt, sie ist eine der wenigen lebenden Zeugen im Dorf. Efrosyni Perganda stand mit ihrem Baby daneben, sie sah ihren Mann nie wieder.

Während die Deutschen wüteten, versteckte sie sich hinter der Badezimmertür, später hinter der Wohnzimmertür des Hauses, in dem sie immer noch lebt.

Ihr Baby hielt sie an die Brust gedrückt. Ich verzeihe den Mördern meines Mannes, sagt sie heute. Loukas Zisis, der stellvertretende Bürgermeister, verlässt stumm das Haus, als die Frau geendet hat.

Er braucht eine Pause, er geht in die Taverne, bestellt Wein. Die Macht des deutschen Willens. Ich schaue auf zu diesem Land.

Hier im Dorf finden wir keine Ruhe, weil der deutsche Staat seine Schuld nicht begleicht. Deutschland ist für Zisis ein Land, das einen unheimlichen Glanz ausstrahlt, aber auch unverständlich bleibt.

Bis heute haben wir nicht einmal eine Entschuldigung gehört, sagt er abermals. Das hat doch mit Deutschlands Stellung in Europa zu tun.

Dies sei eine Sache, sagt er, die er nicht verstehe. Über Stunden schien nicht mehr klar, wem eigentlich noch zu trauen ist. Es gibt Bilder, die man gern sehen möchte.

Ob sie nun existieren oder nicht. Ein griechischer Finanzminister, der den Deutschen den Mittelfinger entgegenstreckt, ist so ein Bild.

Am Mittwochabend hätte man gern Günther Jauch gesehen. Ganz so, wie es Varoufakis selbst behauptet hatte, als Jauch ihm den Film in seiner Sendung vorspielte.

Schon da schaute Jauch nicht besonders glücklich drein. Grübelfalten zogen sich durch seine Stirn. Und dahinter schien nur ein Gedanke Platz zu haben: Das darf jetzt nicht wahr sein.

Er und sein Team, behauptete Böhmermann, hätten den ominösen Stinkefinger in einen harmlosen Film hineingebastelt, die gefälschte Ver - sion im Internet verbreitet und ausgerechnet Jauchs Redaktion sei darauf hereingefallen.

Für zwölf Stunden war die deutsche Medienwelt aus den Fugen. Dass Varoufakis rehabilitiert wird. Dass Günther Jauch demontiert wird.

Dass alles ganz anders ist, als es scheint. Sie müssen jetzt ganz, ganz stark sein Neo Magazin Royal.

Er schien fast von innen zu schmelzen: Der Beitrag zeigte dann bis ins Detail, wie es der Redaktion angeblich gelungen war, die falsche Version zu bauen.

Zeugen wurden aufgeboten, Experten präsentiert, die Manipulation bis ins Kleinste vorgeführt. Das böhmermannsche Täuschungsmanöver spielt vor dem Hintergrund einer Medienlandschaft, deren Glaubwürdigkeit angekratzt ist.

Das Unwort von der Lügenpresse macht Karriere. Böhmermann hatte, wie es seine Art ist, den Unterschied zwischen Wahrheit und Wahn verwischt, er hatte aber vor allem die Mechanismen des Thesen-Talks als klappriges Konstrukt entlarvt.

Der Film, den Jauch seinem Gast Varoufakis vorspielte, war im Grunde ja nicht weniger als eine einzige langgezogene Ohrfeige für den griechischen Finanzminister und stellvertretend für die Griechen, die es nicht hinbekommen und die den Deutschen nicht mal dankbar sind, sondern sie sogar noch verhöhnen.

Die Bild -Zeitung assistierte und zeigte drei Tage nach der Sendung einen ganzseitigen Stinkefinger der Eurostreit wurde damit aufs Effenberg-Niveau gesenkt, der Tiefpunkt der Diskussion war erreicht bis Böhmermann auftauchte.

Es war ein Scoop. Perfekt in die mediale Landschaft gesetzt. Über Stunden wusste niemand so recht, was er glauben sollte.

War der Fake ein Fake, war die Wahrheit gefälscht oder die Fälschung wahr? Mehrere Teams machten sich an die Arbeit.

Die einen versuchten, Böhmermanns Videotäuschung auf die Schliche zu kommen. Die anderen gingen noch einmal die eigenen Quellen durch, suchten noch in der Nacht nach weiteren Belegen und Zeugen für die Echtheit des in der Jauch-Sendung gezeigten Filmausschnitts inklusive Stinkefinger.

Um drei Uhr morgens war ich mir sicher, dass Böhmermann die ganze Sache gefaket hat, sagt Cichowicz. Wir haben diese Erkenntnis allerdings für uns behalten, um den Scoop nicht zu verderben.

Die Sache sei, das erkennt Cichowicz kollegial an, schlau gemacht und schlau verkauft. Auf Twitter tobte derweil ein Orkan der Spekulationen, an dem sich merkwürdigerweise selbst Varoufakis beteiligte.

Erst forderte er von Jauch eine Entschuldigung. Dann dankte er Böhmermann für die Enthüllung. Man gehe davon aus, dass diese in kürzester Zeit vorgelegt werden.

Die erste Reaktion auf Böhmermanns Video war bei wohl allen gleich. Der Boden der Fakten wurde mit einem Mal weich, und jeder glaubte erst einmal, was er glauben wollte.

Jeder sah, was er sich wünschte.

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